Der ehemalige Bauingenieur und Immobilienmakler Harald Busse hat sich einen ziemlich außergwöhnlichen Lebenstraum erfüllt: ein Hausboot im Fachwerk-Stil.
Viel Arbeit, Liebe und eine Menge Geld hat er investiert. Jetzt fährt sein faszinierendes Floß auf der Spree und den Seen Brandenburgs. Die SPIEGEL-ONLINE-Reporter Lukas Augustin und Anja Muckenfuß haben ihn begleitet.
Wir haben darüber abgestimmt…. zum Ergebnis geht es hier.
Das Zukunftsprojekt Erde hat übrigens letztes Jahr dieselbe Frage gestellt – was Verbraucher und Forscher damals geantwortet haben, ist hier nachzulesen.
Wie kann im Hinblick auf eine stetig wachsende Weltbevölkerung und die begrenzten Ressourcen auf unserer Erde, der künftige Lebensbedarf der Menschen gedeckt werden?
Wie können wir ein gutes Leben führen, ohne die Lebensgrundlagen kommender Generationen zu gefährden?Wie können wir den Ausstoß von Treibhausgasen verringern und weniger Ressourcen verbrauchen? Diese Frage treibt heute viele Menschen um – Privatpersonen wie auch Forscher. Und das ist auch gut so, denn für das große Ziel, unsere Erde auch in Zukunft lebenswert zu belassen, ist jeder Einzelne gefragt.
Verantwortung übernehmen
Menschen, die ein nachhaltigeres Lebens führen möchte, sind in vielen Punkten gefordert, ihren Lebensstil überdenken. Denn: Ein nachhaltiges Leben beginnt im Alltag! Die Art, wie wir und ernähren und fortbewegen, mit Energie umgehen oder unser Geld anlegen, hat ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen. Bekanntes Beispiel für die globale Dimension von Kaufentscheidungen sind etwa die Bemühungen zu einem fairen Handel. Dafür müssen die Verbraucher allerdings bereit sein etwas teurere Güter kleiner Erzeuger aus Entwicklungsländern zu kaufen, um so gerechtere Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Aber auch der Kauf von Produkten, die bei ihrer Herstellung und Nutzung die Umwelt nur gering belasten, ist eine bewusste Entscheidung.
Wenn Geld macht ist, haben wir Konsumenten eine Menge davon.
Urheber: Michael Staudinger; Quelle: pixelio
Bio liegt im Trend: Die Umsätze der ökologischen Lebensmittelwirtschaft steigen. Der Bio-Markt hat sich längst von seinem Nischendasein zu einem Markt für alle gewandelt.
Kein Handelsunternehmen, so scheint es, kann es sich heute noch leisten, auf Bio zu verzichten.
Deshalb sind Bio und Fair Trade Waren mittlerweile nicht mehr nur im Naturkostladen zu haben. Supermarktketten und Discount-Riesen sind auf den Zug aufgesprungen und haben eigene, günstige ökologische Produkte kreiert.
Gerade wohlhabende Großstädter bezahlen für Waren mit Güte-Siegel bereitwillig mehr
Noch immer sind Bio-Produkte im Schnitt allerdings teurer als konventionelle Ware. Ist Nachhaltigkeit eine Frage des Einkommens? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil:
Immer mehr Stadtbewohner halten sich ihr eigenes Bienenvolk und werden in Schnellkursen zu Hobby-Imkern.
Unter dem Stichwort „urban beekeeping” wird die private Bienenzucht in Metropolen wie London und Berlin immer beliebter, sogar in New York wird privat Honig geerntet.
Sie ist das kleinste und zugleich eines der wichtigsten Nutztiere der Welt, sie beschert uns eine reiche Ernte, sorgt für den Honig im Tee und ist dabei so emsig, dass ihr Fleiß sprichwörtlich ist: die Biene.
Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.
Neben Honigbienen sind auch Wildbienen und Hummeln unverzichtbare Bestäuber der meisten Pflanzen: Bienen tragen so maßgeblich zu einer reichen Obsternte bei. Allerdings haben es unsere emsigen Helferlein nicht immer leicht. Weltweit ist ein rätselhaftes Bienensterben zu verzeichnen. Die Gründe dafür liegen zum Beispiel im Anbau von Monokulturen, im Einsatz von Pestiziden sowie in eingeschleppten Krankheiten und Parasiten. Mit unabsehbaren Folgen!
Die gute Nachricht ist: Jeder kann helfen, diesem Prozess entgegenzuwirken. Werden Sie zum Bienenretter!
Dafür braucht es gar nicht viel: Für oberirdisch nistende Wildbienen lassen sich Behausungen mit wenig Zeit und Geld selbst herstellen. Und bereits ein kleines Bienenhotel kann eine Menge bewirken. Als Nisthilfe im Frühjahr und Sommer, sowie auch als Überwinterungshilfe im Herbst und Winter, verbessern Bienenhotels das knappe Nistangebot von Wildbienen.
Man muss nicht einmal einen Garten besitzen. Ein sonniger und trockener Platz auf dem Balkon genügt völlig.
Da in der Stadt weniger Pestizide eingesetzt werden und in Parks, Grünanlagen und Gärten vielerlei Pflanzen blühen, finden die Bienen hier ein längeres und gesünderes Nahrungsangebot als ihre Artgenossen auf dem Land, wo auf abgeernteten Feldern meist im Sommer schon nichts mehr blüht. Wertvolle Informationen und Tipps für (angehende) Hotelbesitzer finden Sie unter: Das Wildbienenprojekt und Faszination Wildbienen. Hier erfahren Sie alles rund um die Wildbiene, ihre Lebensweise, die unterschiedlichen Arten, den Bau von Hotels, die Standortwahl usw.
Ärger mit den neuen Nachbarn ist übrigens nicht zu befürchten.
Zwar besitzen Wildbienen wie alle Bienen einen Stachelapparat, der zur Verteidigung eingesetzt wird. Bei den solitär lebenden Wildbienen ist die Gefahr eines Stiches dennoch praktisch nicht gegeben. Denn mit einem Stich riskieren die Wildbienen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Brut. Nur wenn die Biene massiv bedrängt wird, geht sie das Risiko des Stiches ein. Zudem ist in den meisten Fällen der Stachel der Wildbienen nicht kräftig genug, um unsere Haut zu durchdringen. So kann das – weit weniger schmerzhafte – Gift gar nicht erst unter die Haut gelangen. Wildbienen können somit ohne Angst und in aller Ruhe sowohl an den Nestern als auch an Blüten beobachtet werden.
Es klingt ein wenig nach dem Märchen von der magischen Bohnenranke, die bis in den Himmel wächst (Hans und die Bohnenranke)- mittels hocheffizienter Technologien könnte die Landwirtschaft der Zukunft in die Vertikale gehen. Vertikale Landwirtschaft (Vertical Farming) soll die Massenproduktion von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen im Ballungsgebiet der Städte ermöglichen. Statt auf dem Acker, in konventionellen Gewächshäusern oder auf Zuchtfarmen soll die Produktion in mehrstöckigen Gebäuden stattfinden, sogennanten Farmscrapers.
Das Konzept der vertikalen Landwirtschaft, wurde bereits 1999 entwickelt von Dr. Dickson Despommier von der Columbia University in New York zusammen mit seinen Studenten entwickelt. Die Idee entstand im Zuge eines Projekts, bei dem ursprünglich die Versorgung von 50.000 Bewohnern Manhattans mit Nutzpflanzen auf Dachgärten untersucht wurde. Dieser Ansatz erwies sich allerdings als unzureichend. Daher entstand die Idee, in vertikaler Anordnung anzubauen, um Lebensmittel flächen- und ressourceneffizienter zu produzieren.
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Weiterentwicklung der Idee. Detaillierte Analysen zur Durchführbarkeit und Ressourceneffizienz der vertikalen Landwirtschaft stehen allerdings noch aus.